Kollaborationstool Etherpad wird Open Source
Oftmals scheitert eine gute Zusammenarbeit über das Internet an den verwendeten Programmen. So wird auch in Zeiten der totalen Vernetzung oftmals ein Dokument zur Bearbeitung an die Nutzer hin- und hergeschickt, beispielsweise per eMail. Wenn dann von mehreren Personen gleichzeitig Änderungen vorgenommen werden, muss das Dokument erst umständlich verglichen werden und man muss die Änderungen zusammenführen.
Google hat zur Kollaboration seit neustem einiges in Petto: so kann man mit Google Wave einfacher als nie zuvor mit seinem Team zusammenarbeiten. Neben eMail, Instant Messaging, Wikis und Benutzergruppen aka Social Networks bietet der Softwaregigant mittlerweile auch Text- und Tabellenbearbeitung im Internet.
Manchen Nutzern ist das allerdings entweder zu umständlich oder sie wollen dem Suchmaschinenriesen keine persönlichen Daten anvertrauen – wer weiß, was Google damit anstellt. Wer dann alternative Möglichkeiten zur kollaborativen Textbearbeitung sucht, stößt schnell auf Etherpad. Bis vor kurzem war das ein proprietärer Dienst im Internet, von dem die Entwickler behaupteten, er sei eine leichtgewichtigere und bessere Alternative zu Googles Diensten. Und tatsächlich: Mit Etherpad bearbeitet man Dateien im Team produktiv, einfach und schnell.
Nun wurde man anscheinend auch bei Google auf Etherpad aufmerksam: Am Sonntag wurde verkündet, dass Etherpad von Google übernommen werde. Die neuen Besitzer übernahmen das komplette Etherpad-Team für Google Wave und wollten den Dienst zuerst schließen – nach Aufschreien der Community wird jetzt allerdings der Quellcode des Programms veröffentlicht. Somit kann sich bald jeder auf seinem eigenen Webspace Etherpad installieren und die kostenpflichtigen Etherpad-Optionen fallen somit auch weg. Auch soll Etherpad durch den Open-Source-Gedanken noch weiterentwickelt werden.
