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Spam belastet die Umwelt – den Klimagipfel interessiert das nicht!

Übermittelt von luca am 17. Dezember 2009 – 10:06Keine Kommentare

spam_in_mailboxDas US-Amerikanische Unternehmen McAfee, das diverse Lösungen für Virenschutz und Spam-Abwehr vertreibt, veröffentlichte eine Studie zum Thema Umweltbelastung durch Werbemails. Die bei der Consulting-Firma ICF International in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass jährlich über 33 Milliarden Kilowattstunden Strom durch den Versand von mehr als 62 Billionen Spam-eMails verschwendet werden. Damit könnte man eine Großstadt mit 2,4 Millionen Haushalten ein Jahr lang versorgen. Die CO2-Emissionen betragen 18,6 Billionen Kilogramm – das ist so viel wie der Ausstoß von 3,1 Millionen Autos im Jahr.

In Kopenhagen will man sich genau um das Problem der CO2-Emissionen kümmern. Auf dem Weltklimagipfel wird eine konkrete Roadmap bis zum Jahre 2012 entworfen, die die Erderwärmung auf maximal zwei Grad begrenzen und dafür den CO2-Ausstoß um mindestens 80% senken soll. Vor allem das starke Wirtschaftswachstum in Ländern wie China und Indien sowie die generell hohe Emissionsrate der USA werden allerdings Verhandlungen mit diesen Staaten über das Klimaprotokoll erschweren.

Auf genau jenem Klimagipfel kam es nun seitens der Netzwerkausrüster zu einem fatalen Fehler. Die IPs der Klimakonferenz stehen nun auf einigen Spam-Blacklists, beispielsweise SpamHaus. Einige der Konferenzteilnehmer schleppten nämlich Malware in das Konferenznetz ein und deren Rechner versenden nun munter Spam-eMails in aller Herren Länder. Somit trägt also auch der Klimagipfel selbst absurderweise zum CO2-Ausstoß und damit zur Erderwärmung bei – nach Schätzungen sollen pro Tag mehr als 750g CO2 emittiert werden. In Anbetracht der Nobelkarossen vieler Teilnehmer erscheint diese Zahl allerdings fast schon lächerlich.

decomissioned_factoryDie für das Netzwerk verantwortliche Firma Computer Sciences Corporation (CSC) bestätigte diese Beobachtung zwar, allerdings sehe man sich angesichts der täglich über 3.000 neuen Konferenzteilnehmer nicht dazu in der Lage, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Es sei keinesfalls möglich, alle Rechner der Neuankömmlinge nach Viren zu scannen, ohne den reibungslosen Ablauf der Konferenz gewährleisten zu können, erläuterte CSC-Pressesprecher Chris Grandis auf Nachfrage.

Die Zeitschrift iX des heise-Verlags führt schon eine Lösungsmöglichkeit an: da vorrangig Port 25 als Relay-Port für die Nachrichten diene, könne man diesen einfach in der Firewall der Klimakonferenz sperren. Zugriff auf die eMails von außerhalb sei den Konferenzteilnehmern trotzdem durch eine andere Authentifizierungsmöglichkeit gegeben. Netzwerkausrüster CSC hat allerdings nach eigenen Angaben noch keinerlei Schritte in diese Richtung unternommen.

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