Weihnachtsmann wird von nordamerikanischer Luftverteidigung geortet
Die NORAD (North American Aerospace Defense Command), eine gemeinsame Organisation von Nordamerika und Kanada zur Ãberwachung des Luftraums und Abwehr von Interkontinentalraketen, möchte nun an Heiligabend wieder einmal den Weihnachtsmann auf seiner Reise begleiten. Die Radarstation weit im Norden des amerikanischen Kontinents wird dann wie seit fast 55 Jahren üblich die Radarschirme nach dem Weihnachtsmann absuchen. Den aktuellen Standort des Weihnachtsmanns kann man auf der NORAD-Website NoradSanta.org nachverfolgen. Diese wird selbstverständlich von Google gehostet - die Hintergrundgeschichte kann man im offiziellen Google-Blog nachlesen.
Diese Tradition entstand aus einem Schreibfehler in einer Telefonnummer, mit der das Kaufhaus Sears Roebuck & Co. aus Colorado Springs für eine Weihnachtsmann-Hotline geworben hatte. Kinder, die diese Nummer anriefen, bekamen jedoch nicht den Weihnachtsmann ans Telefon, sondern wurden mit dem Stab des damaligen Oberbefehlshabers von CONAD verbunden. Der damalige Einsatzleiter, Colonel Harry Shoup, lieà daraufhin mit den Radarsystemen nach Anzeichen dafür suchen, dass der Weihnachtsmann seine Reise vom Nordpol in Richtung Süden angetreten hat. Jedem Kind, das bei NORAD anrief, wurde die aktuelle Position des Weihnachtsmanns durchgegeben. (Statement auf der offiziellen Webseite)
Die Ortung des Schlittens von Santa Clause, wie der Weihnachtsmann in Amerika genannt wird, erfolgt laut NORAD durch ein modernes Netzwerk aus Radarsystemen und geostationären Satelliten. Die geostationären Satelliten sind dabei mit Wärmebildkameras ausgestattet, die auf die warme Nase des Rentiers Rudolph ausgerichtet werden. Auf der Webseite des Projektes sind auch einige Spielereien eingestellt, um die Wartezeit bis zum Weihnachtsabend (die auch ein Countown auf der Hauptseite anzeigt) zu überbrücken. Wenn es dann soweit ist, kann man mit Google Earth den Flug des Weihnachtsmannes rund um die Welt in 3D beobachten oder die Anzahl der schon von ihm gegessenen Plätzchen anzeigen lassen. Auch einen Twitter-Account haben die netten NORAD-Tracker mittlerweile eingerichtet.