Illegale Hausdurchsuchung wegen Diebstahlverdachts
Aufgrund eines Einbruchs in das Krankenhaus, in dem er arbeitet, wurde der Krankenpfleger Frank Mazny Opfer einer widerrechtlichen Hausdurchsuchung. Laut dem Blog des Betroffenen klingelten vier Polizeibeamte kurz nach 8 Uhr morgens an seiner Tür. Seine Mitbewohnerin öffnete und während er noch "versuchte in eine Jeans zu kommen" wurden sie in die Küche gedrängt. Die Tochter der Mitbewohnerin wurde vom Lärm geweckt, kam aus ihrem Zimmer und musste ebenfalls in der Küche verharren.
Der vermeintliche Durchsuchungsbeschluss wurde eher in der Luft herumgeschwenkt als vorgezeigt und von einem lautstarken Hinweis darauf begleitet, dass eine Kooperation unnötige Schwierigkeiten vermeiden würde. Die Bitte die Toilette aufsuchen zu können wurde dem zu Durchsuchenden zuerst mit der Begründung, der Raum müsse erst noch durchsucht werden, verwehrt, dann aber gestattete man ihm sich zu erleichtern - unter der Bedingung, dass die Toilettentür geöffnet sei. Verständlicherweise ging Mazny auf dieses groÃzügige Angebot nicht ein. Des Weiteren erlaubte man seiner Mitbewohnerin nicht, sich alleine umzuziehen - ihre Tochter durfte sich aber alleine und ohne Beobachtung durch Polizeibeamte auf Toilette begeben.
Sinn und Zweck der Durchsuchung war anscheinend das Auffinden von Tatwerkzeugen. So wurde unter anderem nach einem Winkelschleifer, Schleifscheiben und Tresorschlüsseln gesucht. Die Suche an sich soll eher unmotiviert vonstatten gegangen sein - das Arbeitszimmer des Verdächtigten wurde durchsucht, gute Versteckmöglichkeiten wie ein Schuppen zur Lagerung von Holzscheiten zum Beispiel wurde nicht näher in Augenschein genommen.
Neben dem ungerechtfertigt respektlosen Verhalten der Polizisten gegenüber dem Durchsuchten und seinen Mitbewohnern bestürzt eine andere Tatsache - ein tatsächlicher Durchsuchungsbeschluss lag nicht vor! Lediglich eine Anordnung zur Entnahme der DNS war vorhanden. Die Entnahme fand auch statt - jedoch in Einheit mit einer Hausdurchsuchung, die in keinster Weise legitimiert war. Sollte sich alles so zugetragen haben wie Frank Mazny in seinem Blog schildert, so wäre das ein schwerer Verstoà gegen die Bürgerrechte und ein erschreckendes Beispiel für Autoritätsmissbrauch.