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Test: Ansmann C-500 Pro Canon-Batteriegriff

Übermittelt von luca am 9. Mai 2010 – 18:082 Kommentare

Der Ansmann-Batteriegriff C-500 Pro passt laut Ansmann nicht nur an die Spiegelreflexkamera EOS 500D (mit der ich ihn teste), sondern auch an deren Vorgängermodell EOS 450D und die erste “Vierstellige” von Canon, die EOS 1000D – an die gerade erschienene EOS 550D wird das Teil wahrscheinlich auch passen. Neben dem originalen Canon-Batteriegriff scheint er eine gute und günstige Alternative zu sein – er kostet mit 60€ nur die Hälfte des Originalteils -, allerdings gibt es wenige Testberichte bzw. Reviews im Internet. Deswegen habe ich ihn uns einfach mal bestellt und schreibe nun darüber – Top oder Flop?

Vor einiger Zeit kam ich auf die glorreiche Idee, meiner Canon EOS 500D mal einen Batteriegriff zu spendieren. Dieser hat mehrere Vorteile: nicht nur verbessert sich das Handling der Kamera durch die größere Grifffläche und das höhere Gewicht, man kann auch komfortabler im Hochformat fotografieren und hat eine längere Akkulaufzeit. Mein Grund zum Kauf eines Batteriegriffes war allerdings ein anderer: Mein Aufsteckblitz war schlichtweg zu schwer und ließ die Kamera beim normalen Gebrauch nach vorne kippen. Nach spätestens 30 Minuten fotografieren waren Handgelenksschmerzen vorprogrammiert.

So begab ich mich also auf die Suche nach einem geeigneten Griff. Zuerst landete ich selbstverständlich beim originalen Batteriegriff von Canon, der allerdings bei Amazon satte 120€ kostet. Klar, Kamerazubehör ist teuer und Herstellerzubehör eh, aber ich fragte mich dennoch, wie man für ein Stück Plastik mit etwas Elektronik ein grünes und ein blaues Scheinchen verlangen kann. Deswegen suchte ich nach einer günstigeren Alternative eines Fremdherstellers. In Fotoforen fand ich dann einige Threads über die sogenannten “Phottix-Batteriegriffe”, die ich mir teilweise durchlas. Manche waren ganz zufrieden, aber einige Berichte von abbrechenden Gewinden oder krebserregenden Stoffen im Gummi der China-Nachbauten machten mich dann doch etwas skeptisch.

So kam ich dann auf den Ansmann-Batteriegriff C-500 pro, über den man im Internet nicht viel negatives lesen konnte. Allerdings auch nicht viel positives – so viele Leute scheint es anscheinend nicht zu geben, die einen etwas seriöseren Hersteller bevorzugen. Ansmann ist ja schließlich durch qualitativ gute und günstige Produkte für den Endverbraucher bekannt – das zehn Jahre alte Ansmann-Ladegerät für NiMH-Akkus funktioniert bei mir zum Beispiel immer noch einwandfrei. Also bestellte ich mir das Teil einfach mal für 60€ bei meinem Lieblingsversandhaus und hielt es dann knapp eine Woche später in den Händen.

Das durch den Namen Ansmann erweckte Vertrauen in die Qualität des Batteriegriffes schwand nach dem Auspacken allerdings rasch: In der englisch betitelten Blisterverpackung fand sich neben dem Batteriegriff und einem zusätzlichen Einschub für zwei Originalakkus nur eine dünne (mehrsprachige) Anleitung. Letztere ist ob der einfachen Montage allerdings nicht unbedingt nötig – einfach Batterien oder Akkus rein, Batterieklappe im zugehörigen Fach versenken, fest anschrauben und fertig. Auch der Aufdruck “Made in China” enttäuscht ein wenig, angesichts der tollen Verarbeitung ist ein “Made in Germany” allerdings nicht zwingend nötig ;)

Mit der mitgelieferten Adapterplatte kann man entweder einen oder zwei Akkus vom Typ LP-E5 oder sechs AA-Mignon-Batterien bzw. Akkus einlegen. Die Adapterplatten sitzen passgenau und klappern auch beim Schütteln nicht und die Batterien sitzen sicher in ihren Halterungen, der Batteriegriff lässt sich schnell und bombenfest an die Kamera anschrauben – auch mit starkem Rütteln bewegt er sich keinen Millimeter. Das Plastik knarzt nicht und auch das Gewinde macht trotz dem aus Hartplastik bestehenden Drehrad einen soliden Eindruck. Das Einstellrad am Hochformatgriff ist zwar etwas leichtgängiger als das an der Kamera, hat aber dennoch einen soliden Druckpunkt – genau wie die Auslöse- und Av-/Belichtungseinstellungs-Taste. Die AE-Speichertaste und die AF-Wahltaste sind allerdings etwas klapprig, was aber nicht weiter stört.

Die Haptik des Batteriegriffes ist sogar noch besser als die des originalen (den ich bei einem Freund testen konnte), das Gummi fühlt sich beispielsweise besser an und die Form des Griffes ist für meine Hände passgenauer. Die Anzahl an Bildern mit einer Akkuladung verdoppelt sich mit einem Zweitakku logischerweise von 350 auf ca. 700 Bilder und ist mit eingelegten Batterien mit 670 Bildern nicht viel geringer, je nach Nutzung kann die Zahl natürlich stark schwanken. Auch nach einer Woche Herumliegen entleeren sich die Akkus in keinster Weise, was wohl bei den “Phottix”-Batteriegriffen zeitweise vorkommen soll. Während meinen Tests ist auch kein Kamerafehler vorgekommen und auch die Batterieanzeige gab immer schlüssige Werte an.

Mein Fazit: auf jeden Fall empfehlenswert! Der Batteriegriff ist mit knapp 60€ halb so teuer wie der originale Canon BG-E5 und steht letzterem in keinem Fall nach, ist beim Handling sogar ein Quäntchen besser. Natürlich zeigt erst der Langzeittest, ob die Mechanik den ständigen Strapazen standhält, aber nach einigen Shootings mit Stativ und ein paar Wochen Dauer-Dranbleiben an der Kamera (ich mag ihn gar nicht mehr abschrauben…) zeigt sich bisher nicht die kleinste Materialermüdung.

2 Kommentare »

  • Anka sagt:

    Ich kann nur bestätigen was der Autor über den Kameragriff sagt. Für mich wäre es allerdings zu schwer immer mit aufsteckblitz und batteriegriff zu fotografieren….wenn es die situation allerdings erfordert kann man als das nicht so muskelbepackte Geschlecht ja auch einfach das Stativ zu hilfe nehmen. Lieber Autor, Deine Artikel sind sehr aufschlussreich und wenn ich mir mal einen Batteriegriff holen sollte, wird Ansmann meine erste Adresse sein… lass uns aber mal den Langzeittest abwarten… :) liebe Grüße Anka

  • Judy sagt:

    Guter Tipp, danke!
    Irgend sowas werde ich wohl auf Dauer auch brauchen ;)

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