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Guayadeque – genialer Musikplayer für Linux

von Luca am 2012-07-17 um 16:08

Guayadeque ist ein genialer Musikplayer! Ich habe unter Linux, insbesondere Ubuntu, schon so einige Musik- und Mediaplayer ausprobiert. Neben dem neuerdings wieder standardmäߟig installierten Rhythmbox probierte ich selbstverständlich auch Banshee aus (zwischenzeitlich die Wahl der Ubuntu-Entwickler) und versuchte auch, mich mit allen möglichen anderen Programmen anzufreunden.

Vor ein paar Tagen hörte ich dann das erste Mal von Guayadeque - einem noch relativ jungen Musikplayer. Die lange Liste der Funktionen reicht von Last.fm-Unterstützung inklusive intelligenter Playlist über die nahtlose Anpassung der Benutzeroberfläche bis hin zur Integration von ReplayGain (automatische Anpassung der Lautstärke) und einem Crossfader. Damit sollte Guayadeque den "Lieferumfang" sämtlicher anderer Audioplayer mühelos übertrumpfen können. Auch ein Plugin-System für weitere Funktionen ist in Arbeit, schon jetzt kann man aber auch eigene Aktionen ins Rechtsklickmenü integrieren.

Wer allerdings einen reibungslos funktionierenden Mediaplayer benötigt, sollte zumindest unter Ubuntu lieber bei Rhythmbox bleiben. Zumindest in der aktuellen Version 0.3.5 stürzt guayadeque doch noch recht häufig ab, was durchaus an meiner exotischen Desktopkonfiguration liegen könnte. Es ist allerdings vom Entwickler anonbeat geplant, die komplette Oberfläche neu zu schreiben, damit man den Player auch auf andere Betriebssysteme portieren kann. Hier verfolgt der Entwickler den selben Ansatz wie beispielsweise Clementine, das für Windows, Linux und Mac OS verfügbar ist.

Wer sich Guayadeque einmal installieren will, muss unter Ubuntu nur ein simples "sudo apt-get install guayadeque" in die Konsole hacken oder sich im Software-Center das entsprechende Paket heraussuchen - der Player ist bereits in den Ubuntu-Paketquellen vorhanden. Auch in die Repositories der anderen Distributionen hält der faszinierende Musikplayer langsam Einzug: Der Entwickler gibt zum Beispiel Anleitungen zum Installieren unter Arch Linux, Gentoo, Mageia oder Fedora. Nach der Umstellung auf einen anderen Software-Unterbau sind auch Windows- und Mac-OS-Versionen geplant.

Ist auf jeden Fall spannend, die Entwicklung dieses neuartigen Players zu beobachten - und sogar voranzutreiben. Der Entwickler anonbeat hat nämlich im Moment durch sein analoges Leben so wenig Zeit, dass er nicht mal mit dem Beantworten von Mails hinterher kommt... Als Unterstützung kann man auf der offiziellen Seite zum Projekt nicht nur Bugs tracken, sondern auch Übersetzungen vorschlagen oder eigene Ideen einbringen. Spenden sind natürlich auch gerne gesehen!

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