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Microsoft veröffentlicht neue Skype-Versionen, auch für Linux

von Luca am 2012-06-16 um 21:35

Als Microsoft Skype übernommen hat, dachte ich erst einmal "Mist, jetzt wird die Version für Linux bestimmt nie wieder Updates bekommen" und stellte mich auf weitere frustrierte Jahre mit dem betagten Skype 2.0 ein. Nicht nur, dass der Client sich sehr schlecht in die Linux-Oberfläche integrierte, nein, auch waren 100% CPU-Auslastung (bei einem 2,8GHz-Hexacore) keine Seltenheit - selbst wenn man nicht telefoniert hat.

Nun hat Microsoft allerdings ein Update seiner Skype-Software für Windows auf 5.10 und für Mac OS X auf 5.8 herausgebraucht. Und außerdem - ich traute meinen Augen nicht - übersprang Microsoft die Version 3 der Linux-Software und veröffentlichte einen runderneuertes Skype 4.0! Also sofort mal den Paketmanager angeworfen und ein Update des Skype-Clients gemacht. Der erste Start dauerte zwar fast zwei Minuten (laut Microsoft normal, da die Chat-Protokolle der alten Version aktualisiert werden müssen), allerdings bot sich mir ein seeeehr positives Bild. Der Taskmanager zeigt nun im Leerlauf gerade mal 2,1% CPU-Auslastung, beim Telefonieren 33% - ein Quantensprung im Vergleich zur 2er-Version.

Auch das Interface wurde aufgefrischt: Die alten Icons wichen nun neuen, vereinfachten und meiner Meinung nach auch besser aussehenden Pendants, die Oberfläche wirkt aufgeräumter und sieht nun eher aus wie bei der Windows-Version. Ebenso wurde eine neue Konversationsansicht verwendet, die meiner Meinung nach deutlich simpler wirkt als die alte. Letztere kann man allerdings auch im Optionenmenü wiederherstellen. Das Event-/Notification-Handling der neuen Linux-Version wurde auch überarbeitet. Zeigte das Tray-Icon in der Vergangenheit öfters mal Benachrichtigungen an, obwohl man die betreffenden Ereignisse längst gelesen hatte, funktioniert nun alles einwandfrei. Die PulseAudio-Integration mit automatischer Lautstärkeregelung funktioniert nun stufenlos und besser als vorher. Laut Microsoft wurde weiterhin die Stabilität signifikant verbessert, der Client soll nur noch sehr selten abstürzen.

Die Sprachqualität soll auch besser geworden sein, allerdings konnte ich das nicht bestätigen - sowohl vor als auch nach dem Update hörte ich meine Gesprächspartner stets klar und deutlich. Die Videoqualität hingegen bewegt sich endlich auch auf dem Niveau der Windows-Version und es kam zu weniger Rucklern und Artefakten. Das Desktop-zeigen funktioniert nun auch reibungsloser, meine beiden Bildschirme wurden auf Anhieb erkannt.

Alles in Allem also eine durchaus gelungene Runderneuerung des Skype-Clients und ein unerwartet guter Support für die Linux-Version. Weiter so, Microsoft!

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