Linux hält Einzug in deutsche Schulen
In Rheinland-Pfalz wurde nun erstmals das quelloffene und kostenlose Betriebssystem Linux auf Produktivrechnern in der Schule installiert. Elf der 1.400 Schulen des Bundeslandes setzen in einem Pilotprojekt die (recht unbekannte) Linux-Distribution Skolelinux ein. Diese basiert auf dem (sehr bekannten) Debian Linux. Der in der deutschen Linux-Welt ebenfalls sehr bekannte Klaus Knopper (entwickelte die Live-Distribution Knoppix) unterstützt das Projekt zusammen mit Bettina Reuter von der Fachhochschule Kaiserslautern. Nach Hamburg ist Rheinland-Pfalz schon das zweite Bundesland, das eine angepasste Linux-Distribution im Schulalltag verwendet. Außer der neuen Software werden auch neue Unterrichtsmethoden entwickelt, um das Potential der Programme optimal im Unterricht nutzen zu können.
In der Vorinstallation landen schon viele sinnvolle Lernprogramme auf dem Computer. Das Angebot reicht von grundsätzlichen Lernprogrammen für z.B. Mathematik, Deutsch und Erdkunde für die Kleinen über Funktionsplotter für Schüler auf weiterführenden Schulen bis zu Compilern für Programmierer in der gymnasialen Oberstufe. Selbst die lernsoftwaremäßig eher dürftig abgedeckten Fächer Musik und Sozialwissenschaften sind vertreten. Nach der schulindividuellen Anpassung durch die beiden Projektleiter fließen etwaige Verbesserungen in die Mutterdistribution Debian-Edu ein.

Hoffentlich nehmen sich andere Schulen ien Beispiel daran. Dann lässt sich im Informatikunterricht wirklich mal was lernen…
Du kannst ja auch mit Windows was lernen. Ich denke, dass dadurch der Informatikunterricht auch nicht wirklich bereichert wird – man macht ja immer noch denselben Anfängershice.
Nur muss man eben noch mehr lernen, da wohl die wenigsten mit Linux klar kommen geschweige denn Linux zu Hause installiert haben bzw installieren können.
@bluespirit
Ein modernes Linux installiert sich genauso leicht wie Windows und im Regelfall auch wesentlich schneller.