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Teure Notebooks sind zuverlässiger (außer bei Apple)

Übermittelt von luca am 19. November 2009 – 16:424 Kommentare

laptop_timeAm besten schnitten die Hersteller Asus, Toshiba und Sony ab, direkt gefolgt von Apple. Der amerikanische Versicherer SquareTrade gab dies in einer Studie bekannt, in der über 30.000 Laptops aus den Versicherungsplänen der Firma analysiert wurden. So verzeichnet die Studie einen Ausfall jedes dritten Notebooks nach drei Jahren, innerhalb eines Jahre ist es immer noch jedes zwölfte. Dabei spielt anscheinend auch der Preis eine Rolle: während die zukünftige Fehlerrate nach drei Jahren bei Netbooks ungefähr 25% sein soll, geben die Analysten für “Premium-Laptops” in der Preisklasse ab 1.000€ eine Ausfallrate von 18% an.

Während Apple auf den ersten Blick also mit dem vierten Platz nicht schlecht abschneidet, sollte man den hohen Preis der prestigeträchtigen MacBooks im Hinterkopf behalten. Wenn man die Ausfallzahlen also nur auf die Premium-Laptops beschränkt, die Apple ja maßgeblich verkauft, bekommt man eine ganz andere Sichtweise. So ist die Ausfallrate bei den anderen Herstellern zwar im Durchschnitt höher – allerdings verkaufen diese ja auch die billigen und fehleranfälligen Netbooks, die den Schnitt nach unten ziehen.

Bei all dem Apple-Bashing sollte man allerdings ebenfalls nicht die Schlusslichter des Testfelds außer Acht lassen: Geräte von Acer und Gateway (die ja angeblich fusionieren wollen) sowie Hewlett-Packard haben jeweils Fehlerraten von über 23% nach drei Jahren – somit ist ein Notebook dieser Hersteller in einem von vier Fällen ein Griff in die Kloschüssel. Meine subjektive Meinung deckt sich ebenfalls mit den Testergebnissen – von HP hatte ich schon die meisten kaputten Mobilrechner in den Fingern.

failing_laptopDie schlechten Ergebnisse von Lenovo kann ich allerdings nicht bestätigen. Nach meinen Vermutungen wird die Ausfallrate von über 21% auch eher auf die vielen Verkäufe gerade im Business-Bereich, wo man sein Notebook ja jeden Tag benutzt und mit sich herumschleppt, zurückzuführen sein.

Ganz von den Fehlerraten abgesehen, muss man natürlich auch auf die Servicequalität der Hersteller achten. So ist ein Defekt bei einem schnellen Service einerseits kein Problem, andererseits wird man sich bei schlechtem Service dafür umso mehr darüber ärgern, dass sein Laptop auf eine wochenlange Odyssee durch die Service-Wüste geschickt wurde. In der Vergangenheit haben Dell, Lenovo und Toshiba in Tests des Computermagazins c’t am besten abgeschnitten. Wer einen Sony- oder Asus-Laptop gekauft hat, wird bei einem Ausfall jedoch sehr unbefriedigend abgefertigt – da helfen auch die niedrigen Ausfallraten nicht viel.

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