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Strahlungen von Handys erhöhen das Krebsrisiko nicht messbar

von Luca am 2009-12-05 um 20:07

handy_explodesForscher aus Dänemark von der Gesellschaft für Krebsbekämpfung fanden nun in einer Studie heraus, dass sich das Krebsrisiko in der Handy-Ära durch die Nutzung der Mobilfunker nicht messbar vergrößert hat. Zu diesem kontroversen Thema gab es schon einige Langzeitstudien und Versuchsreihen, allerdings kam man je nach Auslegung manchmal zum einen und manchmal zum anderen Ergebnis - einen Konsens, ob die Handynutzung tatsächlich zu Hirntumoren beiträgt, konnte bisher nicht gefunden werden. Die Forscher um Isabelle Deltour gingen mit der im "Journal of the National Cancer Institute" (JNCI) allerdings einen anderen Weg: es wurden bereits bestehende Bestandsdaten quantitativ ausgewertet.

Über 60.000 Hirntumor-Fälle aller Altersstufen von 20 bis 79 Jahren aus 29 Jahren Patientendaten von 1974 bis 2003 wurden von den Forschern analysiert. Besonders auf die letzte halbe Dekade konzentrierten sich die Wissenschaftler, da der Verkauf von Handys erst ab 1998 deutlich zunahm. Aber auch in diesen Jahren war kein Anstieg der Krebserkrankungen festzustellen.

radiation_warningGleich nach dieser Feststellung beschrieben die Forscher aber auch Einschränkungen der Studie: Der betrachtete Zeitraum von etwas mehr als zwei Dekaden sei möglicherweise zu kurz für die Feststellung von Langzeitschäden. Außerdem könnten manche besonders gefährdete Teilgruppen wie Manager oder Außendienstler nicht genau aus den Daten rekonstruiert werden und es wäre nicht geklärt, inwiefern die beobachteten Patienten tatsächlich Handynutzer waren. Deswegen würden sie auf jeden Fall weitere Langzeitstudien empfehlen, um irgendwann ein eindeutiges Ergebnis zu erhalten.

Um auf der sicheren Seite zu sein, können ängstliche Naturen auf die SAR-Werte beim Handykauf achten. Das Fachinstitut für Elektromagnetische Verträglichkeit zur Umwelt (EMVU) empfiehlt eine spezifische Absorptionsrate von weniger als 0,5W/kg - derzeit betrifft dies gerade einmal 20% der Handys. Den SAR-Wert vieler Handys findet man beim Bundesamt für Strahlenschutz oder in den Datenblättern der Mobiltelefon-Hersteller.

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