Nicht nur, dass jetzt die deutschen Innenminister auch das Verbot von "Killerspielen" durchsetzen wollen (die Killerspiele sind ja schuld am Ãbel in der Welt, nicht die Waffen) und unsere Familienministerin Zensursula sowie ihr neuer Freund Wiefelspütz den Kinderpornos immer noch den Kampf mit umständlichen Internetsperren ansagt, unsere Freiheit soll neusten Gerüchten zufolge auch mal wieder die Bundeswehr im Inneren eingesetzt werden - da haben wir Deutschen ja auch kaum schlechte Erfahrungen gemacht. Wir hatten ja leider Gottes auch noch keinen fetzigen Terroranschlag in letzter Zeit, wie soll denn dann die Waffengewalt in unsere Lande kommen? Auf das Grundgesetz, mit Verlaub, scheiÃt die Regierung im Moment anscheinend.
Da fragt man sich doch, ob man in die Schweiz umziehen soll - keine Sperren, halten sich aus sämtlichen Kriegen raus, die Abstimmungen sind dort weitaus demokratischer als hier und auÃerdem ist die Landschaft schöner (wenn man Bayern nicht zu Deutschland zählt). Aber halt: auch in diesem Land scheint die Ideologie der Zensursula und ihren Brüdern und Schwestern schon angekommen zu sein. Auch dort will man nämlich die bösen, bösen Killerspiele verbieten. In was für einem Land einer Welt leben wir eigentlich?
Bei unserer überaus professionellen Luftwaffe, die ja seit einiger Zeit 85.000.000 € teure Eurofighter-Kampfjets einsetzt, scheint man nicht viel von Sicherheit beim Fliegen zu halten. So könnte es sein, dass uns einer der Flieger in kurzer Zeit auf den Kopf kracht - da die Navigationseinrichtungen anscheinend mit Windows betrieben werden, gibt's auch öfters mal einen Bluescreen, oder in dem Falle einen Komplettausfall der Bildschirme (SPIEGEL ONLINE berichtet).
Obwohl das Problem bei den vier neuesten Fliegern offensichtlich sehr ernst ist (ohne die Computeranzeigen hat man keine Informationen über Höhe, Geschwindigkeit oder den Kurs), will die Luftwaffe anscheinend kein Flugverbot verhängen. Dann dürfen eben nur noch die erfahreneren Piloten fliegen, die sich jetzt wohl schon darum reiÃen werden, unbedingt mal mit so einer Himmelfahrtsmaschine fliegen zu dürfen. Die Luftwaffe hält es anscheinend so wie Linux-Nutzer bei manchen Treibern: irgendwann kommt ein Update, mit dem der Workaround überflüssig wird. Dann drücken wir doch mal beide Daumen!
Vor kurzem wurde eine neue Version des Conficker-Wurms, der neun Millionen Windows-Rechner infizierte und sogar vor der Bundeswehr und der französischen Marine nicht halt machte, bekannt und auf den Namen Conficker.C getauft. Vom Datum, an dem sich die Malware aktivieren soll, sind die Experten angeblich ebenfalls im Bilde. Am 1. April soll es soweit sein - anscheinend möchte der Ersteller der Webgemeinde einen schlechten Aprilscherz mit auf den Weg geben.
Symantec berichtet, dass die dritte Variante des Wurms aggressiver als seine Vorgänger zu Werke gehen soll. So schieÃt der Wurm anscheinend viele Diagnosetools und Anti-Viren-Programme ab. Um den Wurm vollständig rückstandsfrei zu entfernen, empfiehlt sich eine manuelle Löschung. Da dies jedoch mit einigem Aufwand verbunden und nicht gerade leicht zu bewältigen ist, sollte man lieber wirkungsvolle Prävention betreiben. So erkennen fast alle aktuellen Virenwächter die verschiedenen Varianten des Wurms bereits vor der Infektion. Ich empfehle eine Aktualisierung der Virendefinitionen und eine erhöhte Aufmerksamkeit - auch der beste Virenschutz hilft nichts, wenn man der bösen Software mit einigen Klicks manuell den Weg bereitet.
Schon öfter wurden Gerüchte über eine sogenannte "cyber war unit" der Bundeswehr gestreut, die militärische Aktionen im Internet ausführen und Anschläge auf die Netzinfrastruktur verhindern und abwehren soll. Nun berichtet der Spiegel, dass die "Hacker in Uniform" auch dazu ausgebildet werden sollen, fremde Netze (gemeint sind wohl z.B. Intranets von Terroristen) zu infiltrieren und zu zerstören. Ferner soll die Einheit bereits im kommenden Jahr mit über 70 Hackern durchstarten. Den Grundsätzen der Bundeswehr folgend, soll die Online-Kampftruppe nicht im eigenen Land agieren und ausschlieÃlich der Staatssicherheit dienen - für Online-Ãberwachungen ist weiterhin das BKA zuständig.
Weiterhin modernisiert die Bundeswehr auch die interne Kommunikation komplett und stellt die Computerplattformen auf eine Java-basierte Lösung des Softwarespezialisten IDS Scheer um. Die Computerwoche berichtet, dass die Lizenz schon erworben und die Umstellung in vollem Gange sei. Auch das Herkules-Projekt, welches eine zentrale IT-Organisation der Bundeswehr stellen soll, wird immer weiter ausgebaut. Schon bald werden unsere Streitkräfte also für Kriegsführung im Internet gerüstet sein. Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer