crunchweb.de

Tool der Woche: WinDirStat

Wenn der Platz auf der Festplatte knapp wird und man kein Geld für neue Hardware ausgeben möchte, kommt man selten darum herum, alle überflüssigen Dateien zu suchen und zu entfernen. Mitunter kann dies Stunden dauern, ein wenig Erleichterung verschafft hier WinDirStat. Das Tool zeigt die Belegung des Speicherplatzes - das macht es einfacher die größten Platzverschwender zu finden. WinDirStat ist Open Source und nur für Windows verfügbar, unter Linux kann man auf KDirStat zurückgreifen, das in etwa den selben Umfang hat.

weiterlesen

Festplatten kann man doch nicht mit Magneten löschen!?!

Diese Aussage wird wohl in den letzten paar Jahren zu einigem Gesprächsstoff und vielen hitzigen Diskussionen unter Nerds und Computerfreaks geführt haben. Auch heute hält sich der weit verbreitete Irrglaube, dass man eine Festplatte mit einem Magneten löschen könne, recht hartnäckig. Ist ja auch logisch: Auf der Festplatte sind die Bits ja ferromagnetisch hinterlegt, der Lesekopf ist auch ein kleiner Elektromagnet - also kann man die Hard-Disk ja sicher auch mit einem Magneten unbrauchbar machen!

Prinzipiell ist diese Überlegung eigentlich richtig, aber man benötigt einen extrem starken Magneten (Flussdichte über 0,8 Tesla), zum Beispiel einen Elektromagneten aus der Kernspintomografie oder einen Neodym-Eisen-Bor-Magneten. Die Festplatten sind nämlich so gut abgeschirmt, dass die Magneten den Magnetscheiben kaum etwas anhaben können. Auch ist der Magnet, der in der Festplatte selbst zur Polarisierung der einzelnen Magnetpartikel verwendet wird (natürlich wird der nicht zur Polarisierung verwendet, das wäre dann der kleine Elektromagnet auf dem Lese-/Schreibarm, der nur ein kleines Feld erzeugt, Berichtigung am 26.08.2009) zum Bewegen des Schreib-/Lesekopfs verwendet wird so stark, dass er sogar die Festplatte problemlos hochheben kann. Sollte die Festplatte gerade laufen, ist das Zerstören der Daten auch durch schwächere Magneten möglich: die Anziehung der Schreib-/Leseköpfe verursacht einen Headcrash, wenn diese in Richtung der Magnetscheiben gezogen werden.

Andere Methoden zum sicheren Zerstören von Festplatten sind das Erhitzen auf eine Temperatur überhalb des Curie-Punkts (sollte bei Festplatten bei ca. 1.400°C liegen) oder das Überfahren mit einer Dampfwalze.

1 Kommentar

Tools der Woche: Unlocker & Eraser

Auch diese Woche gibt's wieder mal zwei themenverwandte Tools. In letzter Zeit höre ich immer öfter von Leuten, die die Fehlermeldung "Die Datei wird von einem anderen Programm verwendet" von Windows erhalten, wenn sie eine Datei löschen, verschieben oder umbenennen wollen. Auch zahlreiche Foreneinträge berichten immer wieder von diesem Problem. Der Fehler tritt auf, wenn aus irgendeinem Grund Windows noch auf die Datei zugreift, z.B. zur Indizierung oder zum Erstellen von Sicherungskopien. Mit dem Tool Unlocker gehört das der Vergangenheit an: Einfach die Datei in Unlocker laden, "Unlock all" anklicken und die gewünschten Dateioperationen sind wieder durchführbar.

Auch das andere Tool der Woche beschäftigt sich mit dem Löschen von Dateien: Eraser. Damit kann man Dateien sicher löschen, aber auch den freien Speicherplatz überschreiben. Das hat den Sinn, dass vermeintlich gelöschte Dateien, die mit "Papierkorb leeren" aus eben diesem entfernt wurden, immer noch auf der Platte verbleiben und nur der Indexeintrag in den Dateisystemtabellen gelöscht wird. Mit Eraser kann man nun diesen "freien" Speicherplatz überschreiben; somit sind auch mit viel Aufwand keine Daten mehr aus diesen Bereichen wiederherstellbar. Auch die Auslagerungsdatei kann das Programm entfernen, zudem klinkt es sich als Option im Windows-Kontextmenü ein.

Unlocker auf der Herstellerseite

Eraser auf der Herstellerseite

keine Kommentare

Tools der Woche: QTAdressBar / QTTabBar

Da ja letzte Woche kein Tool der Woche vorgestellt wurde, hier gleich zwei Tools, die einem das Leben leichter machen: QTAdressBar und QTTabBar.

QTAdressBar führt die aus Windows Vista bekannte "Brotkrumen-Navigation", die in der Adressleiste des Windows-Explorers klickbare Links einblendet, auch in Windows XP ein. Mit diesen kann man dann in einen übergeordneten Ordner einfach per Mausklick wechseln. Dies geht um einiges schneller, als den Pfadnamen manuell anzupassen oder die Vor- und Zurück-Schaltflächen des Explorers zu bemühen.

Das zweite Tool, QTTabBar, blendet zur besseren Übersicht im Explorer eine Tableiste ein. Wie man in den aktuellen Internet-Browsern verschiedene Internet-Seiten öffnen kann, kann man in den verschiedenen Registerkarten auch verschiedene Ordner öffnen und durch diese navigieren. Dies führt dazu, dass man nun statt im Extremfall dutzenden Explorer-Fenstern nur noch ein einziges geöffnet haben muss und die Taskleiste aufgeräumter aussieht. Auch die Navigation geht nun deutlich schneller vonstatten: anstatt den Taskleisteneintrag zu suchen, kann man einfach den gewünschten Tab anklicken.

Beide Tools stammen, wie der Name vermuten lässt, vom selben Hersteller. Sie verbrauchen kaum Ressourcen und empfehlen sich dabei, besonders in Kombination miteinander, für jeden Anwender. Da fragt man sich nur, warum Microsoft selbst nicht schon früher auf solche guten Ideen gekommen ist...

QTAdressBar auf der Herstellerseite

QTTabBar auf der Herstellerseite

1 Kommentar