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Umweltverschmutzung 2.0: RFID-Tags in Alltagsgegenständen umweltgefährdend

plastikmuellDas Umweltbundesamt hat kürzlich eine Pressemitteilung zum Thema Umweltschutz herausgegeben. Das wäre ja nicht einmal so interessant - allerdings geht es dabei um die allseits beliebten RFID-Tags. Diese sind laut der Pressemitteilung nämlich extrem umweltschädigend. Der niedrige Preis und die vielen Anwendungsmöglichkeiten tragen zur schnellen Verbreitung der RFID-Aufkleberchen bei. In vielen Alltagsgegenständen sind schon heute mehr oder weniger bemerkbar RFID-Tags enthalten: in Lebensmitteldiscountern etwa erfreut sich die junge Technik etwa großer Beliebtheit, da hier schnell Lagerbestände sowie Verderb erfasst werden können. Diese Informationen lassen sich auch in Computernetzwerken erfassen und weiterverarbeiten, sodass die Fülle der Informationen auch leicht weiterverarbeitet werden kann. Diese zunächst einmal als Win-Win-Situation erscheinende Technik hat allerdings laut den neusten Erkenntnissen des Umweltbundesamtes auch eine Schattenseite, denn: wohin mit dem ganzen Mikro-Elektroschrott?

Nicht nur die Entsorgungsproblematik führt das Bundesamt an, auch könnte das Recycling beispielsweise von Glasflaschen durch die RFID-Tags behindert werden. Als Alternative bieten sich entweder metallfreie oder leichter erkenn- und ablösbare Tags an. Damit wäre man allerdings wieder an einem Punkt, der die Umweltschützer in Deutschland schon seit vielen Jahren beschäftigt: auch der zusätzlichen Mülltrennung müsste sich nun wieder jeder einzelne Bundesbürger annehmen, was wieder einen zusätzlichen Handgriff erfordert. Viele Menschen haben erst in der letzten Zeit gemerkt, wie wichtig Mülltrennung allgemein ist. Der Gewöhnungsprozess wird durch die RFID-Tag-Misere also wieder einmal in Gang gesetzt - aber das ist wohl der Preis dieses "Fortschritts".

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Geld machen mit Elektroschrott: ab nach Afrika!

nigerian_kidsGreenpeace haben nach drei Jahren Recherche endlich die Spuren giftigen Elektroschrotts, dessen Ausfuhr in der EU verboten ist, aufgedeckt. Das Ermittlerteam brachte an einen alten Röhrenfernseher von Philips einen Peilsender an und verfolgten dessen Spuren von Südengland nach Afrika. Dorthin wird der Sondermüll anscheinend an ahnungslose Privatpersonen auf großen Märkten als Second-Hand-Ware verkauft.

Die giftige Altlast wird vornehmlich in Entwicklungsländern wie Nigeria und Ghana, aber auch in Pakistan, Indien und China verschifft. Dort werden die alten Elektrogeräte meist von den ärmsten Bewohnern des Landes auseinandergenommen - oft hantieren sogar Kinder ungeschützt mit Blei, Cadmium und Quecksilber. In unseren Landen müssen hierzu erhebliche Schutzmaßnahmen ergriffen und Sicherheitsrichtlinien sowie Gesetze eingehalten werden, was diesen Vorgang unrentabel macht.

Die Firma BJ Electronics aus Hampshire in Südengland witterte hier anscheinend das große Geschäft: sie deklarierten den Schrott ungesehen als Second-Hand-Ware und ließen diesen nach Nigeria verschiffen. Nun fordert Greenpeace zu einer eMail-Aktion auf, um diesen Wahnsinn zu stoppen - eine eMail an Philips kann bereits Leben retten!

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