Geld machen mit Elektroschrott: ab nach Afrika!
Greenpeace haben nach drei Jahren Recherche endlich die Spuren giftigen Elektroschrotts, dessen Ausfuhr in der EU verboten ist, aufgedeckt. Das Ermittlerteam brachte an einen alten Röhrenfernseher von Philips einen Peilsender an und verfolgten dessen Spuren von Südengland nach Afrika. Dorthin wird der Sondermüll anscheinend an ahnungslose Privatpersonen auf groÃen Märkten als Second-Hand-Ware verkauft.
Die giftige Altlast wird vornehmlich in Entwicklungsländern wie Nigeria und Ghana, aber auch in Pakistan, Indien und China verschifft. Dort werden die alten Elektrogeräte meist von den ärmsten Bewohnern des Landes auseinandergenommen - oft hantieren sogar Kinder ungeschützt mit Blei, Cadmium und Quecksilber. In unseren Landen müssen hierzu erhebliche SchutzmaÃnahmen ergriffen und Sicherheitsrichtlinien sowie Gesetze eingehalten werden, was diesen Vorgang unrentabel macht.
Die Firma BJ Electronics aus Hampshire in Südengland witterte hier anscheinend das groÃe Geschäft: sie deklarierten den Schrott ungesehen als Second-Hand-Ware und lieÃen diesen nach Nigeria verschiffen. Nun fordert Greenpeace zu einer eMail-Aktion auf, um diesen Wahnsinn zu stoppen - eine eMail an Philips kann bereits Leben retten!