Nach einer unerfreulich langen Tool-der-Woche-Pause von etwa zwei Wochen, verursacht durch meinen anhaltend fehlenden Arbeitswillen, gibt es diese Woche wieder ein neues TdW.
Man lädt sich ein Programm herunter und möchte es testen - aber nach ein paar Sekunden ist der PC mit Viren infiziert. Dubiose Internetseiten und Hacker spicken viele Programme mit Computerviren, oftmals um eigenen Nutzen daraus zu ziehen. Eine verbreitete Methode des gefahrlosen Ausprobierens ist eine Virtual Machine - doch die muss erst eingerichtet, das Betriebssystem installiert und dann überhaupt erst mal gestartet werden. Eine schnellere und komfortable Lösung ist Altiris SVS. Das Tool emuliert dabei wie eine VM Dateisystem und Registry, ohne dabei tatsächliche Ãnderungen am System vorzunehmen - und das alles nahezu auf Knopfdruck. So kann man Programme in vollem Umfang testen und bei Bedarf jegliche durch sie verursachte Ãnderung aus dem System tilgen.
Zuerst einmal sei gesagt, dass es bei einem konkreten Befall von Viren eigentlich schon zu spät ist. Viele Anwender unterschätzen dieses Problem und denken, dass sie das schon nicht treffen werde. Oftmals ist man der Meinung, dass jeder Virus erst vom User installiert werden muss, um auf das System zu gelangen. Die wirkliche Gefahr der Viren, Würmer und Trojaner wird meistens gar nicht bemerkt. So ist es schon beim reinen Besuchen einer Internetseite möglich, sich einen Virus einzufangen. Entgegen der landläufigen Meinung, Viren seien nur lästig und würden keinen Schaden anrichten, sind die Biester allerdings oftmals ganz schön zerstörerisch: Plötzlich verschwinden wichtige Dateien, Kontodaten fallen in die Hände von Betrügern oder der Computer wird immer langsamer und verschickt Spam-Mails.
Sowohl unerfahrene Computernutzer als auch fortgeschrittene Hobby-Administratoren fragen mich regelmäßig, welche Firewall denn die beste sei. Meine Antwort "die von Windows" wird dann immer wieder mit ungläubigen Augen aufgenommen. Die vorherrschende Meinung ist nämlich, dass alle standardmäßigen Systemwerkzeuge von Windows gar nichts taugen können, weil sie ja bei Windows dabei und kostenlos sind.
Gerade bei der systeminternen Firewall ist diese Annahme falsch. Die Windows-Firewall blockiert den ausgehenden Verkehr nämlich genauso gut wie die kostenpflichtigen Pendants von Drittherstellern und schont dabei noch die Systemressourcen. Außerdem öffnet sich nicht alle Nase lang ein Fenster, damit die Firewall mal wieder zeigen kann, dass sie irgendwas nützt - das hat Microsoft gar nicht nötig, weil sie ja damit gar keinen Gewinn erwirtschaften wollen. Durch diese höfliche Zurückhaltung wird kein falsches Gefühl von Sicherheit erzeugt, was viele Nutzer zu unüberlegtem Handeln bewegen könnte. Viel wichtiger als eine Firewall sind somit Virenscanner und ein gesundes Sicherheitskonzept.
Das ARD-Magazin Kontraste kommt zu einer alarmierenden Einschätzung der Zugangskontrollen an deutschen Flughäfen. Nach dem vereitelten Bombenanschlag in Detroit herrscht nun überall wieder erhöhte Sicherheitsstufe, es bilden sich immer längere Schlangen vor den Terminals. Doch auch bei den verstärkten Sicherheitskontrollen hat der Chaos Computer Club nun eine Sicherheitslücke im Zugangssystem der Flughäfen entdeckt.

Logo von 3Dsupply
Der vor allem bei Spielern und generell versierten Computernutzern beliebte Online-Shop 3Dsupply wurde am 30.12.09 zwischen 0 und 4 Uhr Opfer eines Hacks. Laut einer E-Mail an die registrierten Kunden des Shops verschafften sich die Angreifer per SQL-Injection Zugang zu Teilen der Datenbank, hätten aber allenfalls Nicknames und E-Mailadressen der Nutzer abfragen können. AuÃerdem konnten sich die Angreifer im Admin-Bereich des Shops einloggen und stellten spaÃeshalber ein T-Shirt mit der Aufschrift "I hacked 3Dsupply and all i got was this lousy t-shirt" ein, welches immer noch im Shop zu sehen ist.
Antivir von Avira ist wohl die am öftesten verwendete Antivirensoftware im Endanwenderbereich. So ist der Virenscanner kostenlos herunterzuladen, scannt sehr schnell und verbraucht kaum Systemressourcen. Auch die sehr gute Virenerkennung und häufigen Updates werden in Tests immer wieder positiv hervorgehoben. In der kostenlosen Version gibt es allerdings einen Haken: diese zeigt nämlich bei jedem Windows-Start ein lästiges Werbefenster mit Werbung für die kostenpflichtige Premium-Version. Um dieses Werbe-Popup zu deaktivieren, will ich hier einige Möglichkeiten vorstellen.
Um die Sicherheit im Web zu gewährleisten, empfiehlt es sich, für jeden Dienst ein anderes und sicheres Passwort zu verwenden. Doch bei der Fülle an Online-Angeboten - Foren, Mail-Anbietern, Shops etc. - verliert man schnell die Ãbersicht und vergisst auch mal das ein oder andere Passwort. Abhilfe schafft hierbei KeePass, es speichert Benutzernamen und Passwörter verschlüsselt in einer Datenbank, die nur mit einem Masterpasswort zugänglich ist. KeePass ist Open Source und für Windows, Linux und Mac OS X zu haben.